Author Archives: Sabrina

Co-Familie Beispiel Nummer 2

Klingelt man an der Tür von Familie S., so wird man herzlich willkommen geheißen. Zuerst von Lotta (eine Labradormischlingshündin) und dann von einer lächelnden Frau S.. Betritt man daraufhin das Zuhause der Familie so wird man direkt in das lebendige Familienleben integriert. Die drei Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren wuseln herum und Herr S. Join handsmacht erst einmal Kaffee. Frau S. hält in dem dynamischen System die Strippen in der Hand und organisiert den Familienalltag. Dabei werden die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Familienmitglieds wahrgenommen.

Auf die Idee Co-Familie zu werden, sei Frau S. durch einen Zeitungsartikel geworden.

„Wir haben uns schon früher Gedanken gemacht, wie man Menschen mit Unterstützungsbedarf etwas Gutes tun kann. Uns geht es gut, aber wir wissen, dass nicht jeder Mensch so viel Glück im Leben hat und möchten gern etwas zurückgeben.“

Einem Kind oder einem Jugendlichen einen zweiten Lebensort zu bieten, ist das Ziel der Familie S. und dabei ist sie bereit ein breites Spektrum (von der Ansprechbarkeit und Einladung zu gemeinsamen Aktivitäten bis hin zur Aufnahme des Kindes oder Jugendlichen in den Haushalt für eine begrenzte Zeit) abzudecken.

„Einzige Voraussetzung ist, dass das Kind „Lust auf Familie“ hat, denn die Familie ist unser Leben.“

Familie S. wartet schon fast ungeduldig auf ein Kind, für das sie einfach da sein kann.

Für wen eignen sich Co-Familien?

Co-Familien können im Rahmen der Jugendhilfe vielfältig eingesetzt werden, insbesondere da, wo es zu Hause nicht “rund” läuft, es sich aber abzeichnet, dass eine rein ambulante SPFH nicht ausreichend ist.cropped-Fotolia_59178483_M.jpg

  • alleinerziehende Mutter mit psychischer Störung – Das Kind kann regelmäßig ein bis zwei Mal in der Woche zur Entlastung der Mutter bei der Co-Familie sein. Das Kind bekommt neben der Krankheit der Mutter auch einen anderen Alltag mit. Bei akuten KrisenFrau mit Schulden und Rechnungen oder stationären Aufenthalten kann das Kind vorübergehend bei der Co-Familie wohnen.
  • junge Mutter – die Co-Familie kann alltags- und lebenspraktische Unterstützung geben – wie vielleicht sonst die eigene Mutter oder ältere Schwester. Was mache ich wenn …. Was koche ich wie …. Tipps und Tricks – anders vermittelt als durch SozialpädagogInnen und dadurch auch anders akzeptiert
  • akute Familienkrise – wenn es zu Hause kracht und alle glauben, dass es zusammen nicht mehr geht: die vorübergehende Unterbringung b
    ei einer Co-Familie und die gemeinsame Arbeit daran, es wieder möglich zu machen gemeinsam zu leben kann eine hervorragende Vermeidung dauerhafter
    Fremdunterbringung sein. Die Co-Familie kann auch später noch mit Rat und Tat und gelegentlichen Schlafplätzen (wenn es wieder kracht) unterstützen.
  • Familien in denen durch vielfältige Belastungen – Schulden, Krankheit, Trennung – einfach alles zu viel ist. Hier können Co-Familien so entlasten, dass eJoin handsin Aufatmen wieder möglich ist und damit auch die Arbeit an den eigentlichen
    Problemen. Und gleichzeitig zu sehen, dass auch in anderen Familien nicht immer alles rund läuft und man gemeinsam aber mehr wuppen kann, ist manchmal die größte Entlastung.

Co-Familie Beispiel Nummer eins

In lockerer Folge stellen wir Ihnen Co-Familien vor, die wir bereits in unserem Pool haben und die sich gerne für Kinder und Jugendliche und ihre Familien engagieren wollen.

 

Frau Z. ist seit vielen Jahren als Tagesmutter tätig und hat viel Erfahrung mit kleinen Kindern. Sie selbst ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern, die 12 und 17 Jahren alt sind. In ihrer Freizeit spielt sie gern Gitarre und reitet. Im Haushalt der Familie leben weiterhin ein Hund und Meerschweinchen, die das Familiensystem komplettieren. Eine ganze Zeit lang hat Frau Z. auch ein Pflegekind bei sich aufgenommen.

Über einen Zeitungsartikel hat Frau Z. von dem Co-Familien-Konzept erfahren und möchteCo-Familien sich gern engagieren und ihren Tätigkeitsbereich erweitern. Sie empfinde die Idee der Unterstützung von Kindern und deren Herkunftsfamilien als sehr sinnvoll und könne sich gut vorstellen für eine solche Familie Ansprechpartner zu sein.

„Dann kommen Mutter oder Vater und Kind vorbei, die Kinder können gemeinsam im Garten spielen und wir trinken einen Kaffee und haben Zeit, um zu sprechen.“

Sie würde gerne ihre Erfahrung mit den manchmal schwierigen Situationen zwischen Eltern und Kind weitergeben und den Eltern einen Rat geben, wie sie vielleicht einmal etwas anderes in schwierigen Situationen ausprobieren können. Für die Kinder wolle sie, ganz im Sinne des Co-Familien-Konzeptes, eine zusätzliche Bezugsperson darstellen, welche in Notfällen auch spontan unterstützen kann. Es sei auch möglich, dass das Kind von Zeit zu Zeit im Haushalt der Familie Z. übernachte, um die Herkunftsfamilie zu entlasten. Dabei ist es für Frau Z. wichtig professionell bei der Tätigkeit begleitet zu werden und ebenfalls einen Ansprechpartner zu haben. Den findet sie in den Mitarbeiterinnen des Co-Familien e.V., welche ebenfalls die Schulungen der Co-Familien und Herkunftsfamilien gestalten. Die Möglichkeit des Austausches der Co-Familien untereinander ist ebenfalls ein Aspekt, den Frau Z. als bereichernd empfinde.

Speziell für alleinerziehende Mütter kleiner Kinder könne Frau Z. sich vorstellen eine Co-Familien-Mama zu werden.

Wir suchen eine studentische Hilfskraft

Der Verein Co-Familien e.V. mit Sitz in Kamen sucht eine studentische Hilfskraft für die Akquise von Co-Familien sowie die Vor- und Nachbereitung von Schulungen und ggf. weiteren organisatorischen Arbeiten im Umfang von 6 Stunden / Woche.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
– Pflege unseres Facebook-Profils
– Pflege der Homepage (Word-Press)
– Erstellen und Verteilen von Werbematerial
– Ansprache von Netzwerkpartnern zur Akquise (Tagesmütterverbände, Ehrenamtlichenverbünde etc.)
– Pflege unserer Datenbestände, Aktenanlage etc.
– Organisatorische Vor- und Nachbereitung unserer Schulungen und Fortbildungen
– Suche nach ReferentInnen
– Ggf. eigenständige Durchführung von Schulungen zu (sozial-)pädagogischen Themen
– Erstellen und Versenden von Standardschreiben
– weitere organisatorische Tätigkeiten
– Ggf. punktuelle Unterstützung bei der Betreuung unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge

Wir suchen eine aufgeschlossene und freundliche Unterstützung, die vor allem auch im persönlichen und telefonischen Kontakt sympathisch ist. Den sicheren Umgang mit den üblichen Office-Anwendungen setzen wir voraus. Für die Pflege der Homepage werden Sie von uns eingearbeitet.
Vorzugsweise suchen wir Studierende aus einem sozialpädagogischen Studiengang.
Nach Absprache kann die Arbeitszeit flexibel in unserem Büro und teilweise auch im Home-Office erbracht werden.

Wir bieten Ihnen:
– Abwechslungsreiche Tätigkeit, die Sie nach einer Einarbeitung weitgehend selbständig ausführen können
– engagiertes Team
– Stundenlohn von 10 €
– Interessantes Tätigkeitsfeld, in dem Sie bei Interesse auch in verschiedene Arbeitsfeldern hineinschnuppern können (stationäre Betreuung unbegleiteter Minderjähriger, SPFH, Fortbildungen)

Bei Interesse senden Sie eine Kurzbewerbung an: info@co-familien.de

« Older Entries Recent Entries »