Category Archives: Co-Familien classic

Teamwochenende

Das Teamwochenende der JuFa und der Co-Familien

Am 12. und 13. Januar dieses Jahres fand zum ersten Mal ein ganzes Wochenende mit den Teams der JuFa und der Co-Familien statt. Dafür trafen sich alle Mitarbeiterinnen im urgemütlichen Haus Ossenbrock – genau in der Mitte von unseren Standorten Oldenburg und Kamen!

Haus Ossenbrock – Ferienhaus in Bissendorf

Die zwei Tage im ländlichen Bissendorf waren gefüllt mit unterschiedlichsten Aktivitäten und inhaltlichen Einheiten. Es ging vor allem darum, sich besser kennen zu lernen aber auch voneinander zu lernen. In intensiven Arbeitsphasen wurden Ideen und Strategien erarbeitet, die für den sozialpädagogischen Berufsalltag hilfreich sind.

Kooperationen im Hilfeprozess mit anderen Professionellen

Insbesondere beschäftigten wir uns mit der Frage, wie eine möglichst reibungslose Zusammenarbeit funktionieren kann, wenn Adressaten und Adressatinnen aus unterschiedlichen professionellen Blickwinkeln betrachtet werden.

Selbstreflexion – eigenes Berufsprofil 

Außerdem sollte das eigene professionelle Berufsprofil geschärft und weiter entwickelt werden. Dazu diente die Überlegung, welche Eigenschaften für die sozialpädagogische Arbeit wichtig und nützlich sind. Durch gegenseitige Reflexionen aber vor allem der Beschäftigung mit der eigenen Arbeitsweise und -haltung wurde selbstkritisch erarbeitet, wie eine Weiterentwicklung ermöglicht werden kann.

Impressionen

Arbeiten macht hungrig! In Teams haben wir gekocht und im Anschluss gemeinsam gegessen.

Festlich gedeckte Tafel

Ein bunter Vorspeisensalat

Saftiger Braten vom Team „Hauptspeise“

Team „Nachtisch“

Leckerer Obstsalat

Mit viel Liebe gemacht!

Und am Ende haben wir sogar noch kreativ gewerkelt…

Konzentriert bei der Sache!

Tada, eines der Ergebnisse

Abends konnte man sich von dem erlebnisreichen Tag noch etwas vor dem Kaminfeuer entspannen.

Das nächste Teamwochenende ist bereits geplant! Am 18. und 19. Juni verbringen wir erneut zwei spannende Tage im Haus Ossenbrock.

Co-Familie Beispiel Nummer 2

Klingelt man an der Tür von Familie S., so wird man herzlich willkommen geheißen. Zuerst von Lotta (eine Labradormischlingshündin) und dann von einer lächelnden Frau S.. Betritt man daraufhin das Zuhause der Familie so wird man direkt in das lebendige Familienleben integriert. Die drei Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren wuseln herum und Herr S. Join handsmacht erst einmal Kaffee. Frau S. hält in dem dynamischen System die Strippen in der Hand und organisiert den Familienalltag. Dabei werden die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Familienmitglieds wahrgenommen.

Auf die Idee Co-Familie zu werden, sei Frau S. durch einen Zeitungsartikel geworden.

„Wir haben uns schon früher Gedanken gemacht, wie man Menschen mit Unterstützungsbedarf etwas Gutes tun kann. Uns geht es gut, aber wir wissen, dass nicht jeder Mensch so viel Glück im Leben hat und möchten gern etwas zurückgeben.“

Einem Kind oder einem Jugendlichen einen zweiten Lebensort zu bieten, ist das Ziel der Familie S. und dabei ist sie bereit ein breites Spektrum (von der Ansprechbarkeit und Einladung zu gemeinsamen Aktivitäten bis hin zur Aufnahme des Kindes oder Jugendlichen in den Haushalt für eine begrenzte Zeit) abzudecken.

„Einzige Voraussetzung ist, dass das Kind „Lust auf Familie“ hat, denn die Familie ist unser Leben.“

Familie S. wartet schon fast ungeduldig auf ein Kind, für das sie einfach da sein kann.

Für wen eignen sich Co-Familien?

Co-Familien können im Rahmen der Jugendhilfe vielfältig eingesetzt werden, insbesondere da, wo es zu Hause nicht „rund“ läuft, es sich aber abzeichnet, dass eine rein ambulante SPFH nicht ausreichend ist.cropped-Fotolia_59178483_M.jpg

  • alleinerziehende Mutter mit psychischer Störung – Das Kind kann regelmäßig ein bis zwei Mal in der Woche zur Entlastung der Mutter bei der Co-Familie sein. Das Kind bekommt neben der Krankheit der Mutter auch einen anderen Alltag mit. Bei akuten KrisenFrau mit Schulden und Rechnungen oder stationären Aufenthalten kann das Kind vorübergehend bei der Co-Familie wohnen.
  • junge Mutter – die Co-Familie kann alltags- und lebenspraktische Unterstützung geben – wie vielleicht sonst die eigene Mutter oder ältere Schwester. Was mache ich wenn …. Was koche ich wie …. Tipps und Tricks – anders vermittelt als durch SozialpädagogInnen und dadurch auch anders akzeptiert
  • akute Familienkrise – wenn es zu Hause kracht und alle glauben, dass es zusammen nicht mehr geht: die vorübergehende Unterbringung b
    ei einer Co-Familie und die gemeinsame Arbeit daran, es wieder möglich zu machen gemeinsam zu leben kann eine hervorragende Vermeidung dauerhafter
    Fremdunterbringung sein. Die Co-Familie kann auch später noch mit Rat und Tat und gelegentlichen Schlafplätzen (wenn es wieder kracht) unterstützen.
  • Familien in denen durch vielfältige Belastungen – Schulden, Krankheit, Trennung – einfach alles zu viel ist. Hier können Co-Familien so entlasten, dass eJoin handsin Aufatmen wieder möglich ist und damit auch die Arbeit an den eigentlichen
    Problemen. Und gleichzeitig zu sehen, dass auch in anderen Familien nicht immer alles rund läuft und man gemeinsam aber mehr wuppen kann, ist manchmal die größte Entlastung.

Wir suchen eine studentische Hilfskraft

Der Verein Co-Familien e.V. mit Sitz in Kamen sucht eine studentische Hilfskraft für die Akquise von Co-Familien sowie die Vor- und Nachbereitung von Schulungen und ggf. weiteren organisatorischen Arbeiten im Umfang von 6 Stunden / Woche.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
– Pflege unseres Facebook-Profils
– Pflege der Homepage (Word-Press)
– Erstellen und Verteilen von Werbematerial
– Ansprache von Netzwerkpartnern zur Akquise (Tagesmütterverbände, Ehrenamtlichenverbünde etc.)
– Pflege unserer Datenbestände, Aktenanlage etc.
– Organisatorische Vor- und Nachbereitung unserer Schulungen und Fortbildungen
– Suche nach ReferentInnen
– Ggf. eigenständige Durchführung von Schulungen zu (sozial-)pädagogischen Themen
– Erstellen und Versenden von Standardschreiben
– weitere organisatorische Tätigkeiten
– Ggf. punktuelle Unterstützung bei der Betreuung unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge

Wir suchen eine aufgeschlossene und freundliche Unterstützung, die vor allem auch im persönlichen und telefonischen Kontakt sympathisch ist. Den sicheren Umgang mit den üblichen Office-Anwendungen setzen wir voraus. Für die Pflege der Homepage werden Sie von uns eingearbeitet.
Vorzugsweise suchen wir Studierende aus einem sozialpädagogischen Studiengang.
Nach Absprache kann die Arbeitszeit flexibel in unserem Büro und teilweise auch im Home-Office erbracht werden.

Wir bieten Ihnen:
– Abwechslungsreiche Tätigkeit, die Sie nach einer Einarbeitung weitgehend selbständig ausführen können
– engagiertes Team
– Stundenlohn von 10 €
– Interessantes Tätigkeitsfeld, in dem Sie bei Interesse auch in verschiedene Arbeitsfeldern hineinschnuppern können (stationäre Betreuung unbegleiteter Minderjähriger, SPFH, Fortbildungen)

Bei Interesse senden Sie eine Kurzbewerbung an: info@co-familien.de

Schulungen Co-Familien

Unsere Schulungsreihe für die Co-Familien startet am 7. März 2016 und wird dann jeden ersten Montag im Monat fortgeführt.

Pubertät

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Nadja Rademacher

Die erste Veranstaltung wird sich dem Thema „Pubertät“ widmen – die Phase im Leben, wo die Eltern schwierig werden. Dies ist ein Thema, was unsere Co-Familien Welcome besonders interessiert – die Jungs stecken alle mitten in der Pubertät und trotz aller Fluchterfahrungen müssen sie sich auch mit dieser Entwicklungsaufgabe auseinandersetzen – da sind sie ganz normale Jungs.

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Tanja Niggemann

Aber natürlich ist das auch für alle anderen Co-Familien und Eltern ein wichtiges Thema – wie geht man am besten mit den typischen pubertären Erscheinungen um? Gibt es bei Kindern aus belasteten Familien besondere Dinge zu beachten? Nach kurzen Inputs durch unsere Kolleginnen Tanja Niggemann und Nadja Rademacher gibt es viel Raum für die Familien sich zu den eigenen Erfahrungen auszutauschen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Trauma

Die zweite Schulung am 4. April 2016 geht dann auf das Traumata und deren Auswirkungen ein.

Zschau

Anna Zschau

Jugendliche aus Kriegs- und Krisengebieten kommen oft mit schweren traTraumaumatischen Erfahrungen hierher, oft erfahren sie auch oft der Flucht existenzielle Bedrohungen. Aber auch die Kinder aus den belasteten Familien haben andere – aber darum nicht weniger schlimme – traumatische Erfahrungen gemacht. Und ein Grund für die Belastungen in den Familien ist nicht selten, dass auch bereits die Eltern mit solchen Erfahrungen zu kämpfen haben. Traumata ziehen sich also auf vielen Ebenen durch die Arbeit mit Familien. Zu diesem Thema wir die Kollegin Anna Zschau den theoretischen Input geben. In gemeinsamen Gesprächen wird dieses dann vertieft.

 

Weitere Schulungen zu anderen Themen werden in regelmäßigen Abständen folgen.

Die erste Co-Familie im Einsatz

Unterstützung für psychisch kranke Co-Familien classicMutter

Ab 1. Dezember wird die erste Co-Familie einem Kind einen zweiten Lebensort bieten. Eine Familie wird so eine alleinerziehende Mutter mit einer psychischen Erkrankung unterstützen und dem Kind einen unbeschwerten Aufenthaltsort bieten.
Mutter und Kind sind glücklich, dass sie so weiterhin gemeinsam leben können.

Begleitung durch den Verein

Begleitet wird dieses Verhältnis durch den Verein Co-Familien, der Mutter und Co-Familie berät und durch begleitende Schulung und Gruppenangebote unterstützt.

Co-Familie werden

Sie interessieren sich auch dafür, Co-Familie zu werden? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir erzählen Ihnen gerne Näheres zu unserem Projekt.

Oder Sie finden die Arbeit des Vereins interessant? Dann freuen wir uns über Mitglieder, aktive und fördende oder natürlich auch über Geld- oder Zeitspenden.