Für wen eignen sich Co-Familien?

Co-Familien können im Rahmen der Jugendhilfe vielfältig eingesetzt werden, insbesondere da, wo es zu Hause nicht „rund“ läuft, es sich aber abzeichnet, dass eine rein ambulante SPFH nicht ausreichend ist.cropped-Fotolia_59178483_M.jpg

  • alleinerziehende Mutter mit psychischer Störung – Das Kind kann regelmäßig ein bis zwei Mal in der Woche zur Entlastung der Mutter bei der Co-Familie sein. Das Kind bekommt neben der Krankheit der Mutter auch einen anderen Alltag mit. Bei akuten KrisenFrau mit Schulden und Rechnungen oder stationären Aufenthalten kann das Kind vorübergehend bei der Co-Familie wohnen.
  • junge Mutter – die Co-Familie kann alltags- und lebenspraktische Unterstützung geben – wie vielleicht sonst die eigene Mutter oder ältere Schwester. Was mache ich wenn …. Was koche ich wie …. Tipps und Tricks – anders vermittelt als durch SozialpädagogInnen und dadurch auch anders akzeptiert
  • akute Familienkrise – wenn es zu Hause kracht und alle glauben, dass es zusammen nicht mehr geht: die vorübergehende Unterbringung b
    ei einer Co-Familie und die gemeinsame Arbeit daran, es wieder möglich zu machen gemeinsam zu leben kann eine hervorragende Vermeidung dauerhafter
    Fremdunterbringung sein. Die Co-Familie kann auch später noch mit Rat und Tat und gelegentlichen Schlafplätzen (wenn es wieder kracht) unterstützen.
  • Familien in denen durch vielfältige Belastungen – Schulden, Krankheit, Trennung – einfach alles zu viel ist. Hier können Co-Familien so entlasten, dass eJoin handsin Aufatmen wieder möglich ist und damit auch die Arbeit an den eigentlichen
    Problemen. Und gleichzeitig zu sehen, dass auch in anderen Familien nicht immer alles rund läuft und man gemeinsam aber mehr wuppen kann, ist manchmal die größte Entlastung.

Co-Familie Beispiel Nummer eins

In lockerer Folge stellen wir Ihnen Co-Familien vor, die wir bereits in unserem Pool haben und die sich gerne für Kinder und Jugendliche und ihre Familien engagieren wollen.

 

Frau Z. ist seit vielen Jahren als Tagesmutter tätig und hat viel Erfahrung mit kleinen Kindern. Sie selbst ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern, die 12 und 17 Jahren alt sind. In ihrer Freizeit spielt sie gern Gitarre und reitet. Im Haushalt der Familie leben weiterhin ein Hund und Meerschweinchen, die das Familiensystem komplettieren. Eine ganze Zeit lang hat Frau Z. auch ein Pflegekind bei sich aufgenommen.

Über einen Zeitungsartikel hat Frau Z. von dem Co-Familien-Konzept erfahren und möchteCo-Familien sich gern engagieren und ihren Tätigkeitsbereich erweitern. Sie empfinde die Idee der Unterstützung von Kindern und deren Herkunftsfamilien als sehr sinnvoll und könne sich gut vorstellen für eine solche Familie Ansprechpartner zu sein.

„Dann kommen Mutter oder Vater und Kind vorbei, die Kinder können gemeinsam im Garten spielen und wir trinken einen Kaffee und haben Zeit, um zu sprechen.“

Sie würde gerne ihre Erfahrung mit den manchmal schwierigen Situationen zwischen Eltern und Kind weitergeben und den Eltern einen Rat geben, wie sie vielleicht einmal etwas anderes in schwierigen Situationen ausprobieren können. Für die Kinder wolle sie, ganz im Sinne des Co-Familien-Konzeptes, eine zusätzliche Bezugsperson darstellen, welche in Notfällen auch spontan unterstützen kann. Es sei auch möglich, dass das Kind von Zeit zu Zeit im Haushalt der Familie Z. übernachte, um die Herkunftsfamilie zu entlasten. Dabei ist es für Frau Z. wichtig professionell bei der Tätigkeit begleitet zu werden und ebenfalls einen Ansprechpartner zu haben. Den findet sie in den Mitarbeiterinnen des Co-Familien e.V., welche ebenfalls die Schulungen der Co-Familien und Herkunftsfamilien gestalten. Die Möglichkeit des Austausches der Co-Familien untereinander ist ebenfalls ein Aspekt, den Frau Z. als bereichernd empfinde.

Speziell für alleinerziehende Mütter kleiner Kinder könne Frau Z. sich vorstellen eine Co-Familien-Mama zu werden.

Wir suchen eine studentische Hilfskraft

Der Verein Co-Familien e.V. mit Sitz in Kamen sucht eine studentische Hilfskraft für die Akquise von Co-Familien sowie die Vor- und Nachbereitung von Schulungen und ggf. weiteren organisatorischen Arbeiten im Umfang von 6 Stunden / Woche.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
– Pflege unseres Facebook-Profils
– Pflege der Homepage (Word-Press)
– Erstellen und Verteilen von Werbematerial
– Ansprache von Netzwerkpartnern zur Akquise (Tagesmütterverbände, Ehrenamtlichenverbünde etc.)
– Pflege unserer Datenbestände, Aktenanlage etc.
– Organisatorische Vor- und Nachbereitung unserer Schulungen und Fortbildungen
– Suche nach ReferentInnen
– Ggf. eigenständige Durchführung von Schulungen zu (sozial-)pädagogischen Themen
– Erstellen und Versenden von Standardschreiben
– weitere organisatorische Tätigkeiten
– Ggf. punktuelle Unterstützung bei der Betreuung unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge

Wir suchen eine aufgeschlossene und freundliche Unterstützung, die vor allem auch im persönlichen und telefonischen Kontakt sympathisch ist. Den sicheren Umgang mit den üblichen Office-Anwendungen setzen wir voraus. Für die Pflege der Homepage werden Sie von uns eingearbeitet.
Vorzugsweise suchen wir Studierende aus einem sozialpädagogischen Studiengang.
Nach Absprache kann die Arbeitszeit flexibel in unserem Büro und teilweise auch im Home-Office erbracht werden.

Wir bieten Ihnen:
– Abwechslungsreiche Tätigkeit, die Sie nach einer Einarbeitung weitgehend selbständig ausführen können
– engagiertes Team
– Stundenlohn von 10 €
– Interessantes Tätigkeitsfeld, in dem Sie bei Interesse auch in verschiedene Arbeitsfeldern hineinschnuppern können (stationäre Betreuung unbegleiteter Minderjähriger, SPFH, Fortbildungen)

Bei Interesse senden Sie eine Kurzbewerbung an: info@co-familien.de

Schulungen Co-Familien

Unsere Schulungsreihe für die Co-Familien startet am 7. März 2016 und wird dann jeden ersten Montag im Monat fortgeführt.

Pubertät

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Nadja Rademacher

Die erste Veranstaltung wird sich dem Thema „Pubertät“ widmen – die Phase im Leben, wo die Eltern schwierig werden. Dies ist ein Thema, was unsere Co-Familien Welcome besonders interessiert – die Jungs stecken alle mitten in der Pubertät und trotz aller Fluchterfahrungen müssen sie sich auch mit dieser Entwicklungsaufgabe auseinandersetzen – da sind sie ganz normale Jungs.

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Tanja Niggemann

Aber natürlich ist das auch für alle anderen Co-Familien und Eltern ein wichtiges Thema – wie geht man am besten mit den typischen pubertären Erscheinungen um? Gibt es bei Kindern aus belasteten Familien besondere Dinge zu beachten? Nach kurzen Inputs durch unsere Kolleginnen Tanja Niggemann und Nadja Rademacher gibt es viel Raum für die Familien sich zu den eigenen Erfahrungen auszutauschen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Trauma

Die zweite Schulung am 4. April 2016 geht dann auf das Traumata und deren Auswirkungen ein.

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Anna Zschau

Jugendliche aus Kriegs- und Krisengebieten kommen oft mit schweren traTraumaumatischen Erfahrungen hierher, oft erfahren sie auch oft der Flucht existenzielle Bedrohungen. Aber auch die Kinder aus den belasteten Familien haben andere – aber darum nicht weniger schlimme – traumatische Erfahrungen gemacht. Und ein Grund für die Belastungen in den Familien ist nicht selten, dass auch bereits die Eltern mit solchen Erfahrungen zu kämpfen haben. Traumata ziehen sich also auf vielen Ebenen durch die Arbeit mit Familien. Zu diesem Thema wir die Kollegin Anna Zschau den theoretischen Input geben. In gemeinsamen Gesprächen wird dieses dann vertieft.

 

Weitere Schulungen zu anderen Themen werden in regelmäßigen Abständen folgen.

Co-Familien Welcome im Einsatz!

Unterstützung im Alltag

cropped-logo_co_familien.jpgIn den ersten Schritten haben Sie ihren Schützlingen das Ankommen in ihren neuen Wohnungen erleichtert. Sie unterstützen beim Kochen, üben Deutsch, besorgen Lernmaterialien, gehen mit den jungen Menschen einkaufen – Lebensmittel und auch Kleidung, helfen beim Einteilen des Geldes, suchen nach Sport- und Freizeitmöglichkeiten und sind einfach für die kleinen Dinge des Alltags da!

Für unsere Jungs sind sie eine unverzichtbare Unterstützung neben der sozialpädagogischen Begleitung.

Handwerker gesucht

Sie haben handwerkliches Geschick und würden gerne konkret junge Menschen unterstützen? Gerade wenn es mit der Sprache noch nicht so gut klappt, kann Arbeit mit den Händen Bestätigung geben. Außerdem kann man darüber auch einen Zugang zur Sprache finden.

Unsere Jungen möchten ihre Zimmer und Wohnungen noch besser selbst gestalten. Dazu gehört es Fußleisten zu verlegen, zu streichen, tapezieren, gebrauchte Kleinmöbel „aufzupolieren“, gebrauchte Fahrräder wieder fahrtüchtig zu machen ….

Sie möchten uns dabei unterstützen?

Dann rufen Sie uns an unter 02307-43 8 43 11
oder schreiben uns eine Mail info@co-familien.de

DANKE!

Der Verein Co-Familien möchte sich bedanken! Zuerst einmal bei all den Menschen, die uns mit Sach- und Zeitspenden unterstützt haben, in Kürze werden wir auch Fotos der Wohnungen online stellen, vielleicht findet der eine oder andere eins seiner Schätze wieder!

Und wir möchten uns herzlich bei den Menschen, Organisationen und Firmen bedanken, die uns mit Geldspenden unterstützt haben, ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich! Dazu gehört die Kollekte einer Vokationsfeier, die Untersützung durch die ProWin Stiftung, den Lions Club Kamen, Kemna Druck und die GSW.

DANKE!

Sie wollen unsere Arbeit auch unterstützen? Spenden können Sie direkt über unsere Homepage.

Sachspenden benötigen wir zur Zeit keine mehr.

Sechs unbegleitete Minderjährige eingezogen

In den beiden Wohnungen in Selm und der Wohnung in Unna sind jetzt sechs junge Männer aus Afghanistan, Syrien, Somalia und dem Iran eingezogen.

Für alle steht im Vordergrund so schnell wie möglich Schul- und Bildungsangebote wahrzunehmen. Unsere Co-Familien unterstützen uns rege dabei, den Jungen die Umgebung zu zeigen, Deutsch zu lernen und hier ein Stück Heimat zu finden.

Und es haben sich auch noch andere Menschen gefunden, die uns unterstützen. So hilft uns ein Nachbar aus Selm dabei, die gespendete Einbauküche aufzubauen und verlegt gemeinsam mit den Jungen Fußleisten.

Technisch begabt sind unsere Jungen alle – sie haben uns auch schon tatkräftig dabei unterstützt, die letzten Möbel aufzubauen!

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